Praxistipp Lösungsorientierte Kommunikation: „Wie“-Fragen statt „Warum“-Fragen

Der Klassiker im Führungsalltag: Ein Fehler ist passiert und die Reaktion darauf ist meistens die Frage: "Wieso haben Sie nicht...?" oder "Warum haben Sie...?" oder "Wie konnte das nur passieren?". Wenn diese Frage mit vorwurfsvoller Stimme, leichtem Kopfschütteln oder Tragikkomödien-Blick gestellt wird, ist die Führungskraft von lösungsorientierter Kommunikation weit entfernt. Aus welchem Grund?

Die „Warum“-Fragen einer Führungskraft wirken in Kombination mit entsprechender Stimme/Körpersprache auf den Mitarbeiter wie ein versteckter Angriff, wie eine Anklage. Bei einer „Warum“-Frage schwingt zwischen den Zeilen mit: egal, was Du antwortest, das kann ich nicht gut heißen und werde ich nicht verstehen. Dadurch wird das „Warum“ eher als Statement und nicht mehr als Frage verstanden.

Welche positiven Lösungsimpulse können Sie von einem Mitarbeiter erwarten, der sich auf die Anklagebank gesetzt fühlt? Keine. Wer fühlt sich schon gern beschuldig und in die Enge gedrängt? Die Reaktion darauf ist, sich zu verteidigen und deshalb das Mittel der Rechtfertigung zu nutzen. Der Mitarbeiter sagt dann so etwas wie z.B.: „Ich hatte ja nicht genügend Zeit…“ oder „Aber das ging doch gar nicht anders..“ oder „Wenn die aus der anderen Abteilung mal mitziehen würden…“ Und ganz schnell wird aus der Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ein ping-pong-Spiel mit dem Ergebnis, dass beide Seiten immer frustrierter werden und nicht voran kommen.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Führungskräfte durch lösungsorientierte Fragen ihre Mitarbeiter zur Aktivität anregen können:

  • Wie kann es Ihnen gelingen, auf die Details mehr zu achten?
  • Was können Sie konkret tun, dass die nächste Verhandlung Erfolg hat?
  • Welche Schritte werden Sie gehen, um die nächste schwierige Situation erfolgreich zu meistern?
  • Welche Wege zum Ziel wollen Sie beschreiten?

Zentrale Botschaft:
Natürlich sollten Führungskräfte es formulieren, wenn sie anderer Meinung sind oder etwas für falsch halten – nur bitte ohne Vorwurfscharakter in Form von „Warum“- Fragen, sondern sach- und lösungsorientiert mit Hilfe der „Wie-Was-Welche“-Fragen.

Sie interessieren sich für dieses Thema oder haben Fragen, dann kontaktieren Sie mich einfach.

Herzlichst
Ihre Coachin
Jenny Schubert

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Die KonturManager®
Jenny Schubert
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